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An alle Volksvertreter/innen Luxemburgs

Juli 2007
An alle Volksvertreter/innen Luxemburgs

Betrifft: Menschen – und Tierrechte

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir möchten als ALPA die Situation der Tiere gefühlvollen Menschen näher bringen.
Da die Tiere sich nicht selbst mitteilen können, ist es unsere Pflicht als ihre Verteidiger/innen für sie einzutreten. Wir möchten ein rezentes Beispiel anführen, da es für unsere Mitgeschöpfe entwürdigend ist und das können wir so nicht hinnehmen!

Wir wissen, dass die Politiker/innen das Sagen haben und somit wenden wir uns direkt an sie persönlich. Wir wissen, dass es in allen Parteirichtungen Tierfreund/innen gibt, die sich ihrer Verantwortung und ihrer Pflichten bewusst sind und auch dementsprechend handeln.

Kommen wir zu dem rezenten Geschehen: der Stellungnahme zu der ANTI-STIERKAMPF – DEKLARATION, die am 15. April abgeschlossen wurde. Von 785 EU-Abgeordneten haben sich nur 211 zugunsten der Stiere manifestiert. Am 1. Mai haben wir erstmals zu der skandalösen Abstimmung Stellung genommen. Hierbei ging es um EU-Subventionen für Stierkampfzüchtungen, die gestrichen werden sollten. 182 Stimmen fehlten um die Hauptforderungen an die Kommission sowie an die EU-Mitgliedsländer weiterleiten zu können.

Das Argument von EU-Parlamentarier/innen, dass man Traditionen respektieren soll, ist in Ordnung, warum nicht – wenn sie der Würde entsprechen, nicht aber, wenn Tierquälereien erhalten und weiter gefördert werden sollen. Hier wird ein Tiermassaker von den Steuergeldern der EU-Bürger/innen, z.B. der Stierkampf jährlich mit 22,500 Millionen € mitfinanziert. Wobei erwiesen ist, dass sich 98 % der EU-Bürger/innen gegen Tierkämpfe aussprechen und sich dagegen stellen. Es ist jedem Land freigestellt ob es sich in der Welt mit einem hohen Intelligenzquotient ansiedeln möchte, oder aber, es sich mit niederen und primitiven Gedankengängen manifestieren will. Das gilt ebenfalls für Zuschauer/innen die sich an Kampfspieltreiben ergötzen können. Auch wenn EU-Abgeordnete diese Abstimmung als ihre Selbstentscheidung ansehen, wäre ihnen in Erinnerung zu rufen, dass sie hier die Volksmeinung und nicht ihre eigene zu vertreten haben; da sie zudem ihr Gehalt von den Steuerzahler/innen ihres jeweiligen Landes beziehen.

Festhalten möchten wir, dass wir Tierverteidiger/innen hingegen unentgeltlich für die Mitgeschöpfe eintreten, aus moralischer Verpflichtung und nicht aus Eigennutz. Tierleid ist grenzenlos und als EU-Mitgliedsstaat hat man Verpflichtungen. Wir haben ein Mitspracherecht da es auch um unser Geld geht. Bis zu 50 Millionen € fliessen in Kanäle, die Tierquälereien begünstigen und das ist abzulehnen. Nachzutragen wäre, dass wir als ALPA unsere Hausaufgaben sehr ernst nehmen und NIEMANDEN bedrängen. Es ist jedem Politiker/in freigestellt, sich selbst darzustellen. Tiere haben kein Parteibuch und sind auf unsere Hilfe angewiesen und wir werden sie nicht im Stich lassen; der Gang zur Wahlurne bleibt uns jedenfalls erhalten...

Nicht alles lohnt sich im Leben, besonders Ungerechtigkeiten die den Schwächeren zugefügt werden sind verwerflich und schlagen zurück; und das ist auch richtig so.
In diesem Sinne.

Der Vorstand der ALPA