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Presseartikel: Tierkadaver im Wald von Saeul



Berchem/Luxembourg, den 22.2.2009

Presseartikel: Tierkadaver im Wald von Saeul.

Von einem Spaziergänger wurde die ALPA über Tierkadaver die im Wald von Saeul liegen würden, informiert. Wir baten sofort um den Beistand der Zollverwaltung, damit sie uns zur Klärung dieses Falles beisthehen könnte. Die Zollverwaltung bestätigte uns den Wahrheitsgehalt dieser Information, die im Bild festgehalten wurde.

Kommen wir nun zum Tatbestand. Es waren die Überreste von Wildschweinen und einem Rind. Die Analysen bezeugten dass die abgeschossenen Wildschweine im Wald gesäubert wurden und alle Innereien nur mit Tannenzweigen zugedeckt wurden. Die Aussicht, dass sich Aasfresser daran sättigen liegt nahe und so beginnt der Kreislauf; Endresultat ist eine Tierseuche woran dann keiner die Schuld trägt.... Wer leidet darunter, die Landwirte deren Hof bei einer Epidemie ausgeräuchert wird und unschuldige Tiere ihr Leben lassen müssen.

Befremdend war für uns die Tatsache, dass nach dem Wissen um diesen Kadaverfund abends nach der Sendung von Marc Thoma, dem "Nol op de Kapp", ein Werbefilm der Jägerförderation von RTL ausgestrahlt wurde. Hier wurde erklärt wie gewissenhaft es zugehen würde um überhaupt einen Jagdschein zu erhalten. Alles kam mir etwas sonderbar vor und man weiss nicht was davon zu halten ist. Ich fühlte mich jedenfalls um Jahre zurückversetzt, da man ja dauernd mit dem Jagdgesetz von Göring aus der Kriegszeit konfrontiert wird. Zu dieser Zeit liefen auch Propagandafilme um alles ins rechte Licht zu rücken, nämlich konnte man nur mit Propaganda die Menschen die noch an den Sieg glaubten bei Laune halten.

Schade eigentlich, dass die Jäger nicht von ihrem hohen Ross/Hochsitz heruntersteigen, damit ein Dialog möglich ist, denn die Zeit der Herrenmenschen ist endgültig vorbei.

In diesem Sinne

Anny Eck-Hieff